Heute vor 6 Jahren

..war ein großartiger Tag in meinem Leben!
Ich habe mir einen Lebenstraum erfüllen können. Wie ihr euch denken könnt, es hat sicher was mit KISS zu tun. Genau, hat es. Ich war gerade mal 12 Jahre alt, als ich diesen tollen Augenblick erleben durfte.
Aber ich erzähle jetzt einfach mal. Ich bin KISS Fan seitdem ich 9 Jahre alt bin und sammel jegliche CDs, Merchandise (soweit es der Geldbeutel zulässt) und Bilderschnipsel [singlepic=227,320,240,,right] der Band. Schnell wurde mir aber klar, dass ich die Jungs nicht mehr live erleben würde, da es ja ziemlich finster wegen einer Tour aussah. Genau deswegen habe ich mich auch so gefreut, als ich dann im November 2002 herausfand, dass es in Bochum eine KISS Expo geben würde. Der Schlagzeuger der Band, Eric Singer, würde auch da sein und Autogramme geben und Fotos machen lassen. Ich musste lange suchen, bis ich eine Begleitung für mein Vorhaben fand und überhaupt jedem klarzumachen, wie wichtig dieses Ereignis für mich ist.

Mein Vater erklärte sich bereit mit mir zu fahren und auch das Geld für Eintrittskarten und jeglichen „Müll“, wie er es nannte, zu geben. Also ging es genau heute, vor 6 Jahren, los auf den Weg nach Bochum. Einige Stolpersteine mussten auf dem Weg überwunden werden, bis wir dann endlich, mit 2 Stunden Verspätung,  ankamen. Erst sind wir durch die ganzen Merchandise Stände gewandert. Ich fühlte mich wirklich wie im siebten Himmel. Überall sah man KISS Logos, man hörte die Musik der Band, und um mich herum waren nur Leute, die das gleiche denken wie ich (jedenfalls in der Hinsicht). Da ich zu der Zeit keinen KISS Fan kannte, mit dem ich mich über die Band austauschen konnte, war es noch spektakulärer für mich, dass die ganzen Leute auch KISS Fans sind.

Als ich Eric zum ersten Mal gesehen habe, klopfte mein Herz wie wild. Es klingt zwar komisch, aber ich habe da gemerkt, dass er wirklich echt ist. Ich habe ihn ja bisher nur im Fernsehen und in Videos gesehen, wie er auf großen Bühnen die Menge begeistert hat, u.a. auch bei Alice Cooper am Schlagzeug. Ich war aber keinesfalls enttäuscht, nicht, dass ihr mich falsch versteht, ich habe mich irgendwie nur besser gefühlt, ich weiß nicht, wieso.. 😉 Schwer zu erklären, so eine Situation.

Ich bemerkte schnell, dass es noch eine lange Zeit dauerte, bis ich mein Autogramm ergattern konnte, weil ein ziemliches Gedränge herrschte. Also bin ich mit meinem Vater zusammen durch die Merchandise Stände gegangen und habe mir alles angeschaut. Viele Sachen waren da, die ich mir gerne gekauft hätte, aber Gene Simmons ist eben, sagen wir’s mal höflich, ein „Geschäftsmann“, der sein Handwerk versteht. (Momentan gibt es KISS Weihnachtskugeln für den Weihnachtsbaum [singlepic=228,320,240,,left] mit Logo und den Gesichtern von den Jungs drauf für nur unglaubliche 15 $ das Stück! Günstig, oder? *g*) Ich habe mich allerdings doch noch hinreißen lassen ein Bild in Din A4 Größe zu kaufen, damit ich was hatte, was der liebe Eric unterschreiben konnte. Mit Bild und einer Menge Herzklopfen und Anspannung im Gepäck ging es dann Richtung Bühne, wo Eric an einem Tisch saß und jeden Fan mit guter Laune und Small Talk bedient hat. Mit jedem Schritt näher wurde ich immer aufgeregter, verständlicherweise, und ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte, wie ich ihn begrüßen sollte. Man kennt diese Black Out Situationen und genau so einen hatte ich in dem Moment. Ich wurde von einem Mitarbeiter gebeten, die Bühne zu betreten und zu Eric zu gehen. In dem Augenblick fing ein Lied an, was ein sehr ausgeprägtes Schlagzeug Intro hat. Ich stand also vor diesem Tisch, während Eric fröhlich mit seinen Fingern auf den Tisch mittrommelte. Natürlich wollte ich ihn nicht in seinem Element stören und stand geistesgegenwärtig da und sah ihm einfach nur zu. Ich glaube, ich hatte einen ziemlich verklärten Blick im Gesicht. Als er zu mir aufsah, mich mit einem Lächeln und einem lockeren „hi“ begrüßte, kam ich wieder zu mir und antwortete ihm auch mit einem „hi“. Gott sei Dank ist das Wort zu kurz um dabei zu stottern *g* Ich legte ihm das vorher erstandene Bild auf den Tisch und er fragte mich nach meinem Namen. Da mein Name für englischsprachige Menschen schon ein wenig schwer ist, sagte ich erst wie ich heiße und als ich dann den erwarteten verdutzten Blick erntete, fing ich an, zu buchstabieren. Es lief auch alles ganz gut, bis sich ein österreichischer Mitarbeiter einklinkte, und mich fragte, ob ich denn jetzt wirklich „Tabea“ oder „Tabia“ heißen würde. Ich sagte ihm, dass ich mit „e“ geschrieben werde, aber er hingegnete, dass ich doch „i“ gesagt hätte. Dass das „e“ im englischen Alphabet wie das deutsche „i“ ausgeprochen wird, hatte er nicht bedacht, und so standen wir beide da und diskutierten über die Schreibform meines Namens, während Eric uns nur verwirrt zuschaute. Ich sagte Eric, er solle den Namen so schreiben, so wie ich ihn gesagt habe und sich nicht verwirren lassen. Nachdem diese Prozedur beendet war, fragte er noch, ob ich ein Foto haben wollte. Das kostete zwar 5 € extra, aber auf so ein chickes Polaroid mit Eric und mir wollte ich absolut nicht verzichten. Von genau diesem Moment gibt es eine Videoaufnahme, die ich euch nicht vorenthalten möchte :]

Ich war absolut glücklich, dass ich mir diesen Traum erfüllen konnte! Dieser Tag wird für immer in meinem Gedächtnis bleiben (es sei denn, ich werde dement, was wir alle natürlich nicht hoffen wollen…Erm, was mache ich gerade?!) und ich bin froh, dass ich das erleben konnte :]

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