Von Miesepetern und Weihnachtshassern

Wir alle kennen sie aus Märchen und Geschichten: Bösartige, grummelige Menschen, die einem Weihnachten schlecht reden, motzen, wenn es schneit und nur noch meckernd von sich geben, wie scheiße alles ist.

Obacht: Diese Menschen häufen sich im realen Leben immer mehr. Man kriegt das Gefühl, dass es von Jahr zu Jahr mehr werden. Und ich könnte jedes Mal kotzen.

In den sozialen Netzwerken liest man immer wieder „Scheiß Schnee“, „Ich hasse Weihnachten“, „Gott sei Dank ist alles bald vorbei“ etc, pp. Könnt ihr gerne alles sagen, nur übertreibt es nicht. Ich mag Weihnachten und ich liebe Schnee, doch kommt es mir vor, als gehöre ich einer absoluten Minderheit an.

Um das mal klar zu stellen: Ich mag Weihnachten, weil es einfach mal ruhig ist. Gott sei Dank ist es gesellschaftlich so verankert, dass es ruhige Feiertage sind. Zweieinhalb Tage steht die Welt still, im TV-Programm kommen die kitschigsten Märchen- und Weihnachtsfilme und wenn alles gut läuft, hat man noch Menschen um sich herum, die man mag. Ich verschenke seit Jahren nichts zu Weihnachten und erwarte kein Geschenk. Mir ist es wichtig, 2-3 Tage absolute Ruhe zu haben und die Welt so sein zu lassen wie sie ist – mehr nicht.

Allerdings muss ich mich immer rechtfertigen: Wieso ich Weihnachten mag, das sei doch alles so stressig, kostet zu viel Geld, man muss so viele Geschenke kaufen, so viele Verwandte besuchen, die man eigentlich gar nicht mag, und und und. Nein. Ist es alles nicht. Das einzig stressige ist für mich das normale einkaufen, aber auch nur, weil zwei Feiertage anstehen und man voraus planen muss. Mehr nicht. Wenn ihr euch euer Weihnachten kaputt machen lasst durch oben genannte Dinge, dann ist es eure Schuld, aber redet mir mein Weihnachten nicht schlecht.

Also, ihr ganzen Grinches und Scrooges da draußen: So wie ich euch nicht mit meiner Weihnachtsstimmung zubombe erwarte ich von euch, mich mit euren Anti-Weihnachtsparolen in Ruhe zu lassen. Um mal meine Lieblingsweihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) zu zitieren: „Keep Christmas in your way, and let me keep it in mine.“

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Sonntagmorgen und Kindheitserinnerungen

Kennt ihr das? Ihr seht irgendwas, riecht einen bestimmten Geruch oder habt eine bestimmte Melodie im Kopf und es kommt euch vor wie gestern, als ihr als kleines Kind etwas erlebt habt. So geht’s mir gerade.

Sonntagmorgens, 7.30 Uhr. Viel zu früh, aber man will ja was vom Tag haben. Also aufgestanden, mit dem Kaffee in der Hand zum Fernseher, weil man morgens einfach kein Radiogedudel ertragen kann, während man nebenbei per Smartphone od. Notebook die Nachrichten anguckt. Den richtigen Fernsehsender finden, rumschalten, und japanische Animes sehen… Furchtbar finden, da bin ich doch ein bisschen Mädchen und mag nur Sailor Moon aus der Sparte. 😉 Weiterzappen. Wiederholungen von den Primetime-Hits von gestern, entweder gesehen oder absichtlich nicht geguckt. Und dann – plötzlich – hört man eine quäkige Stimme, die sich mit einer dunklen, brummenden Stimme unterhält. Ich gucke zum Fernseher hin und mein Herz geht auf: Pumuckl!

Gott, wie ich Pumuckl geliebt habe! Ich weiß nicht, was der Reiz an diesem Format ist. Meister Eder, der viel viel cooler als der Alm Öhi war oder der unsichtbare freche.. ähh.. Troll? Was ist Pumuckl überhaupt? Ich glaube, es war die Tatsache, dass man als Kind ja sowieso immer unsichtbare Freunde hatte (hatte jeder, oder?) und diese Serie einem das Gefühl gemacht hat, dass das vollkommen normal ist. Immerhin sieht der Meister Eder da im Fernsehen auch kleine rothaarige Viecher. Ja, ich merke gerade beim Schreiben, wie lächerlich das klingt, aber nichtsdestotrotz: Ich liebe Pumuckl!

Es ist eine tolle Kindheitserinnerung, wenn ich mich dran erinnere, wie ich mit Kakao vor dem Fernseher saß und herzhaft gelacht habe, wenn der Kleine mal wieder allerlei Schabernack angestellt hat und man sich so toll fühlte, weil man das ja alles gesehen hat, was Pumuckl gemacht hat und sich so verbündet gefühlt hat 😉 Und jetzt entschuldigt mich, Pumuckl hat den Osterhasen verjagt und ist sauer auf Meister Eder. Ich muss wissen, wie es weitergeht! *kaffee schlürf*

Wieso ist da keiner vorher drauf gekommen?

Gerade eben habe ich eine lustige Nachricht gelesen. Ein wohl selbsternannter Experte von was auch immer hat jetzt ernsthaft gesagt, dass das Drama, das letzlich bei belgischen Musikfestival passiert ist, nur gekommen ist, weil so viele Menschen illegal Musik downloaden. Versteht ihr nicht? Ich auch nicht. Ich versuche es trotzdem zu erklären.

Der nette Herr sagt, dass die illegalen Downloads zur Folge hätten, dass die Musikindustrie mehr auf Merchandise und Konzerte abzielen muss, damit die noch was verdient. Deswegen, und genau aus diesem Grund, gab es Verletzte und Tote beim belgischen Musikfestival, weil, aufgepasst: Die Bühnen immer größer werden, die dann dem Regen und Sturm nicht mehr standhalten können.

Wenn wir also die Logik nochmal aufgreifen, ist es ganz einfach, so ziemlich jedem die Schuld für alles zu geben. Gott hat Schuld daran, dass mir eben mein Glas umgekippt ist. Wieso? Naja – wenn man so einigen Quellen glaubt, hat Gott ja die Menschheit erschaffen. Hätte er das nicht getan, hätte keiner das Glas erfunden, somit wäre es mir auch nicht umgekippt. Klar soweit?

Ich find die Logik toll. Ich merk’s mir einfach und hab bei der nächsten Gelegenheit wieder eine tolle Ausrede. Hach, so einfach kann’s gehen.

For a special friend.

Today is the birthday of a very special friend of mine. Why so special? Let me try to explain.

You know, we know each other for a long time – and when I say long, I mean very long. It’s been 9 1/2 years now, since we met each other in the famous ICQ Chat on icq.com. Yes, fellow blog readers – there used to be a chat on that website. See, pretty long ago… Just because I liked his nickname, I asked him to add me in icq not knowing how deep and long this friendship will become.

We really went through pretty tough times, and of course, awesome times. He and I met for the first time 3 years ago. Yes, after 6 years of chatting on ICQ, we found a good reason to meet – in Italy for the KISS concert in Verona. Though he didn’t like KISS at all, I guess, he had a good time, because after the concert he said „well, that was okay.“ You know, he always made jokes about those 4 guys running around in makeup and was more disgusted than impressed by them, so I thank him a lot – and I mean A LOT – that he went with me to that concert. All in all, those 5 days with him were really special – just as special as he is to me.

I could write more about the things we went through together, but that’d be too personal for this medium-personal blog here, but I think, he knows, what I mean.

So, what I just wanted to say… Happy Birthday and all the best for you, you really deserve it! Thank you for being there for me as such a good friend and giving advice and supporting me. You’re awesome.

Erörterung.. Mal ganz anders!

Es war mal wieder soweit, Klausurenphase und es war Deutsch an der Reihe.
Es ging um das Thema Erörterung, was ich eigentlich gar nicht kann. So rein überhaupt nicht, weil mir das viel zu sachlich ist und ich meiner Kreativität nicht freien Lauf lassen konnte. Dementsprechend… I did it my way.

Da es mal was ganz anderes ist, wollte  ich euch diese Art Erörterung nicht vorenthalten. Dazu sei noch gesagt, dass ich Glück mit meinem Lehrer hatte, weil diese Klausur auch locker als 5 mit „Am Thema vorbei“ bewertet hätte können. Es war eben eine Risikosache.

Aber los jetzt, Thema war „Internet – Fluch oder Segen?

Das Internet ist in aller Munde und das nicht erst seit gestern. Schon lange beherrscht das Internet die Welt, wer kein Internet zu Hause hat, wird belächelt. Bei manchen reciht es nicht mehr das Internet nur zu Hause zu haben, sie müssen es jede Sekunde in Form eines Laptops oder Handys bei sich tragen. Egal, ob man geschäftlich oder privat mit dem Internet zu tun hat – es ist nicht mehr wegzudenken. Das Internet bietet also viele Möglichkeiten, die man vorher nicht hatte. Allerdings sind diese Möglichkeiten nicht alle positiv.

Nehmen wir also Frank als negatives Beispiel, der im Internet seine chancen sieht, so zu sein, wie er eigentlich ist, oder wie er immer sein wollte. Frank ist 36 Jahre, arbeitslos, hatte noch nie eine Freundin und lebt immer noch bei seiner Mutter. Er hat sich nun durchgerungen, einen Internetanschluss machen zu lassen und hat einen Vertrag bei einem Unternehmen abgeschlossen, bei dem er 55 € im Monat für eine sogenannte Flatrate bezahlt. Dass das relativ teuer ist, weiß Frank nicht, da er vorher keine Preise verglichen hat. Hauptsache er hatte jetzt Internet, koste es, was es wolle.
Der Tag kam, als der Techniker der Unternehmens ihn mit ein paar Kabeln mit der Welt verbunden hat und Frank lernte das Internet kennen. Schnell merkte er, dass das Internet ja so viel mehr kann, als er vorher glaubte – er stieß auf Internetseiten, bei denen er lernte, Passwörter von anderen Benutzern zu knacken, natürlich mit illegalen Methoden, aber er wollte unbedingt wissen, ob die neu kennengelernte Frau im chat wirklich nur mit ihm solche netten Dinge schreibt. Also stratete er das Programm, loggte sich in ihr Konto ein und sah das, was er befürchtete – sie schrieb auch mit anderen Männern! Frank schwor Rache und so informierte er sich, dank des Internets, über ihre Arbeitsstelle, wann sie Feierabend hat, wo sie wohnt, in welchen Fitnessblub sie wann geht, welches ihr Lieblingscafé war und tauchte hin und wieder dort auf, machte Bilder und begann ihr Leben mit zu leben. Von all dem merkte sie nichts.
Als er herausfand, dass sie eine Tochter hat, wollte er mit ihr Kontakt aufnehmen, um so die Aufmerksamkeit der vorher kennengelernten Chatbekannntschaft zu bekommen. Also meldete er sich bei dem Kinderchat an, gab sich als 14 jähriges Mädchen aus, das, genau wie die Tochter, auch Harry Potter und Pferde mag. Da kam es ihm gelegen, dass es einen neuen Film von harry Potter im Kino gab, sodass er sich mit ihr verabredete. Die Kleine sagte, sie bringe ihre Mutter mit, weil sie sich nicht alleine treffen darf. Frank stimmte zu und freute sich, seine chatbekanntschaft richtig kennenzulernen. Allerdings wusste er nicht, dass die Tochter von Anfang an misstrauisch war, das ihrer Mutter erzählte und die Mutter im Namen ihrer Tochter mit Frank weiterschrieb. Aufgrund der Wortwahl von Frank merkte sie, dass es kein 14 jähriges Mädchen sein konnte.
Also kam der Kinotag und Frank wartete sehnsüchtig mit dem Erkennunsgzeichen, einem Plüschpferd im Arm, vor dem Kino. Der Mutter wurde alles klar: Dieser eklige Mann wollte nur an die Tochter ran, sie missbrauchen und das als Video ins Internet stellen. Sie alamierte die Polizei, übergab die Chatprotokolle und da Frank des öfteren nicht nachdachte, was genau er schrieb und wie man das auslegen könnte, hatte er bald eine Klage im Briefkasten wegen Verführung Minderjähriger. Durch einen guten Anwalt konnte er bald alles aufklären, doch dann kamen die illegalen Machenschaften von Frank heraus. Er bekam Geldstrafen, konnte aber normal weiterleben. Aus dem einst neugierigen Frank wurde also ein Mann, der angeklagt wurde, ein Stalker, ein Perverser und er wurde von seiner Mutter auf die Straße gesetzt. Frank ist jetzt ein verschuldeter, arbeitsloser Obdachloser. Und das alles nur wegen des Internets.
Anders kann es aber auch passieren. Es gibt auch menschen, die nutzen das Internet sinnvoll und vorsichtig. Marco zum Beispiel. Er ist 23 Jahre alt, hat schon lange Internet und kennt sich gut aus. Er möchte endlich auf eigenen Beinen stehen und ausziehen. Im Internet macht er diverse Eignungstests, findet dadurch heraus, in welchem Beruf er arbeiten möchte. Um diese Fähigkeiten weiter auszubauen meldet er sich auf einigen Plattformen an, wo sich Menschen aus diesem Berufsfeld austauschen. Er braucht bestimmte Fähigkeiten, die er sich durch Videos auf einem Multimediaportal aneignet. Gut vorbereitet und seiner Sache sicher mahct er sich im Internet auf die Suche nach einem Arbeitsplatz. Leider sind alle Arbeitsstellen in Städten, die weit weg sind und die er nicht kennt. Also bewirbt sich Marco für die Arbeitsplätze und findet im Internet Informationen über die Stadt und das Unternehmen. Er beschließt, wenn es klappt, dort hin zu ziehen.
Es kam, wie Marco wollte – er hatte eine Zusage. Also packte er seine Sachen, suchte im Internet nach Wohnungen und anhand der Bilder entschied er sich für seine Traumwohnung.
Da er leider aber dann alleine wohnte, in einer fremden Stadt, ohne Familie, ohne Freunde, meldete er sich bei sozialen Netzwerken an, um Menschen in seiner Umgebung kennenzulernen. Dort fand er auch einen neuen Arbeitskollegen von ihm und erkannte durch das Profil viele Gemeinsamkeiten, sodass er schnell einen besten Freund fand.
Doch er vermisste immer noch seine Mutter. Mit der konnte er aber prima Kontakt halten, da beide eine Webcam mit Mikrofon haben und trotz der Entfernung sich immer sehen können. Und wenn die Sehnsucht doch zu groß war, suchte Marco per Internet einen Sonderpreis der Bahn heraus.
Marco findet, dass das Internet große Vorteile hat, sagt aber auch, dass man wissen muss, dass man nicht alles dort machen darf. Man sollte trotzdem noch Regeln und Gesetze befolgen und vor allem vorsichtig mit seinen Daten umgehen. Keiner seiner Onlinefreunde weiß seinen Nachnamen, wo er wohnt oder wo er arbeitet. Selbst zur Sparkasse geht er noch selbst. Ihm sei das zu unsicher, wichtige Informationen über das Internet preizugeben.
Das Internet sei also eine wunderbare Erfindung, doch man sollte es mit Vorsicht genießen.

Also, das war sie, meine Deutschklausur. Was denkt ihr? Wie hättet ihr das bewertet? Was haltet ihr von „my way“ Klausuren?

Nur so.

Go on and close the curtains
cause all we need is candle light
You and me and a bottle of wine
going to hold you tonight
Well we know I’m going away
and how I wish, I wish it weren’t so
So take this wine and drink with me
let’s delay our misery

Save tonight
and fight the break of dawn
Come tomorrow
tomorrow I’ll be gone

Save tonight
and fight the break of dawn
Come tomorrow
tomorrow I’ll be gone

There’s a log on the fire
and it burns like me for you
Tomorrow comes with one desire
to take me away it’s true
It ain’t easy to say goodbye
darling please don’t start to cry
Cause girl you know I’ve got to go, oh
Lord I wish it wasn’t so

Save tonight
and fight the break of dawn
Come tomorrow
tomorrow I’ll be gone

Save tonight
and fight the break of dawn
Come tomorrow
tomorrow I’ll be gone

Tomorrow comes to take me away
I wish that I, that I could stay
Girl you know I’ve got to go, oh
Lord I wish it wasn’t so

Save tonight
and fight the break of dawn
Come tomorrow
tomorrow I’ll be gone

Save tonight
and fight the break of dawn
Come tomorrow
tomorrow I’ll be gone

Save tonight
and fight the break of dawn
Come tomorrow
tomorrow I’ll be gone

Save tonight
and fight the break of dawn
Come tomorrow
tomorrow I’ll be gone
tomorrow I’ll be gone
tomorrow I’ll be gone
tomorrow I’ll be gone
tomorrow I’ll be gone

Save tonight
Save tonight
Save tonight
Save tonight

Meine Nerven!

Nachdem in letzter Zeit ziemlich viel schief läuft, mich einiges aus der Bahn wirft, mal mehr und mal weniger und mich das Gefühl solangsam beschleicht, dass ich seit geraumer Zeit mit versteckter Kamera zur Belustigung anderer à la Truman Show leben müssten, eben auch noch das.

Da ich noch Kleinigkeiten einkaufen musste, machte ich mich also auf zum örtlichen Supermarkt, wo ich auch alle gebrauchten Produkte relativ schnell im Körbchen verstaut habe und meinen Weg zur Kasse fortsetze. Allerdings musste ich da feststellen, dass viele andere genau die gleiche Idee hatten und so reihte ich mich in eine von zwei Schlangen ein, die bereits über Eck ging. Verzweifelte Rufe der anwesenden Kassierer zu anderen Kollegen, sie mögen bitte eine weitere Kasse aufmachen blieben vorerst unbeantwortet. So stand ich da und tappte mit einem Fuß auf den anderen, da ich doch schon ein recht ungeduldiger Mensch bin. Nach einiger Zeit konnte ich weiter vorrücken, also ums Eck herum, wobei das eine, eigentlich hinter mir stehende, Frau nicht  recht verstand und sich vor mich stellte. Was soll’s, wir sind sozial, sie hatte ebenfalls nur 3 Artikel.
Endlich kamen wir der Kasse näher, doch die Frau machte keinerlei Anstalten, ihre Produkte auf das Band zu legen. Als dann die Kundin vor ihr bereits am bezahlen war und das Band immer noch nicht befüllt war, sprach ich sie an, ob sie nicht mal solangsam ihre Produkte Richtung Kasse platzieren möchte. Ihre Antwort: „Nein, ich warte noch, bis eine weitere Kasse geöffnet wird, damit ich mich da anstellen kann.“ Ich verdrehte kurz die Augen und meinte, sie sei doch jetzt dran und dass warten vollkommen unsinnig sei. Daraufhin ließ sie sich überreden, legte zwei Packungen Hafer Kekse und eine Flasche trockenen Wein aufs Band, natürlich ganz hinten. Wieder warten, bis ich genügend Platz hatte, um meine Mini-Produkte schlussendlich auch auf das Band zu legen.
Der große Moment kam: Die Frau war endlich an der Kasse dran. Doch als die Kassiererin die eben genannten Hafer Kekse über den Laser zog und ein Preis von 1,19 € aufblinkte, sagte sie mit einem sehr strengen Ton: „Gestern habe ich die hier für 99 Cent gekauft.“ Großes Chaos brach aus. Unsere Kassiererin fragte Kollegen, machte Ausrufe, telefonierte, rannte durch den Laden, um nochmal nachzusehen und gefühlte 20 Minuten kam sie wieder um bekannt zu geben, dass dieses Gebäck immer 1,19 € kosten würden. Die Kundin diskutierte weiter, voller Unverständnis, bis ich schlussendlich sagte, dass ich ihr auch die 20 Cent mehr pro Packung gerne geben könnte, wenn uns alle das weiter bringt. Ein Raunen ging durch die Reihe hinter mir. Da fauchte mich die Frau auch noch an, ob ich nicht gelernt hätte, was Prinzip sei und was für eine Erziehung ich genossen hätte. Gott sei Dank schaltete sich da die Kassiererin ein und behielt die Kekse einfach inne, sodass im Endeffekt nur die Flasche Wein gekauft wurde und ich für meinen eigentlich kurzen Einkauf eine halbe Stunde brauchte.
Will mir heute sonst noch wer auf den (Hafer-) Keks gehen?