Konzert Review: Evanescence

Zuerst muss ich ja zugeben, dass Evanescence nicht wirklich meine allerliebste Band überhaupt ist – ich habe das Album „Fallen“, mochte Bring me to Life (wie alle anderen irgendwie zu der Zeit) und konnte mir mal hin und wieder Musik von ihnen anhören. Aber so an sich fand ich die Idee zum Konzert zu gehen recht gut. Die Hinfahrt dauerte allerdings dann eine Stunde länger als geplant (doofer Feierabendverkehr…), aber dann sind wir noch recht pünktlich angekommen. In der Halle war es noch relativ leer, sodass man sich entscheiden konnte, ob man sitzt oder steht. Für die Vorbands haben wir uns einen Platz zum Sitzen gesichert, für Evanescence selbst haben wir uns dann in den Innenraum gestellt. Ach so, ihr wollt ja wissen, wo das Konzert war: In der Mitsubishi Electric Halle (ehemals Philipshalle) in Düsseldorf.

Die erste Vorband: Kellermensch

Ich bin ja immer gespannt, wenn ich Vorbands sehe, vor allem, wenn ich sie noch nicht kenne. So auch diesmal. Doch wider Erwarten hat sich diese Band, laut meiner persönlichen subjektiven Meinung als kompletter Reinfall herausgestellt. Ich weiß nicht, was mir diese Band vermitteln wollte, ich glaube, es war so eine Art Kunst, die ich nicht verstanden habe. Aber ich bin eben Kunstbanause, deswegen habe ich mir die ganze „Bühnenshow“ angesehen, weil ich versuchen wollte, ein wenig Anteil daran zu nehmen, aber keine Chance. Es mag Leute geben, die mögen solche Musik und so eine Art von Bühnenpräsenz, aber mein Geschmack ist es definitiv nicht. Zu depressive Stimmung wurde gemacht und der Hauptsänger (so nenne ich es jetzt einfach mal) rollte sich einfach nur auf der Bühne hin und her, während der Zweitsänger (berichtigt mich, wenn ich falsch liege) zu 90% mit dem Rücken zum Publikum saß und hin und wieder mal aufstand, um rumzubrüllen. Ich fand die Band furchtbar und war froh, dass sie nur 20-30 Minuten spielten.

Bewertung: 1/10 Punkte (Trostpunkt, der Wille war da.)

Die zweite Vorband: The Pretty Reckless

Ich kannte die Band überhaupt nicht, das muss ich jetzt einfach mal zugeben. Nur eben, als ich ein bisschen googelte fiel mir auf, dass ich den Namen der Sängerin mal irgendwo gehört habe – wo genau und wieso, weiß ich gar nicht mehr. Aber nun zum Auftritt an sich: Ich war froh, dass The Pretty Reckless nicht so schlecht waren wie Kellermensch. Immerhin konnte ich mit der Musik an sich mehr anfangen, die Stimme von der Sängerin erinnerte mich stellenweise an die von Pink. Ich konnte mich auf die Musik gut einlassen, dennoch habe ich nicht ganz verstanden, warum sie sich auf der Bühne so krass billig geben muss und die ganzen Weiber noch gekreischt haben, als sie sich breitbeinig (wohlbemerkt im Mini-Kleidchen) am Mikroständer vergnügte… Ich glaube, ich bin einfach nur zu alt für sowas.

Bewertung: 6/10 Punkte (Abgesehen von der halben Strip-Show war’s ganz gut)

Der Höhepunkt: Evanescence

Mit einem ordentlichen Wumms kam Evanescence auf die Bühne: Der Opener war „What you Want“ vom neuen Album und man hatte sofort Bock auf das Konzert. Bevor uns Amy alle begrüßte, wurde noch „Going Under“ gespielt, was nicht nur bekannt, sondern auch eher meine Musikrichtung ist. Der Mittelteil war eher so lala, was auch daran lag, dass ich die meisten Lieder nicht kannte (abgesehen von Bring me to Life), aber auch, dass eher langsamere und seichtere Lieder gewählt wurde. Ich mag Balladen auf Konzerten nun mal nicht so gerne, dennoch muss man bedenken, dass Evanescence nun mal mehr langsamere Lieder als rockige, schnelle hat. Das Endliedvom Konzert war dann meiner Meinung nach eher unglücklich gewählt: My Immortal, da man mit einem eher bedrückenden Gefühl das Konzert verließ. Was bei Konzerten üblich sein sollte: Ich muss meine Meinung über Evanescence revidieren. Live finde ich sie besser, als von den Alben her, sie haben mehr Härte auf der Bühne. Das Einzige, was mir nicht gefallen hat war, dass Amy kaum auf das Publikum eingegangen ist und einfach nur das Programm abgezogen hat. Schade.

Bewertung: 8/10 Punkte (2 Punkte Abzug für die unglücklich gewählte Setlist)

Zum Abschluss habe ich für euch noch zwei Videos. Einmal „What You Want“, also das erste Lied Bühnenentrance und „Bring me to Life“, weil es vielleicht einige von euch interessiert, wie das Lied live klingt 😉

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