Twitterer im realen Leben

Klingt komisch, ja. Aber auch nur weil man sich erst einmal nicht vorstellen kann, dass man sich über Twitter kennenlernen, geschweigedenn so gut verstehen kann, dass man es mal zu einem Treffen kommen lässt. Aber ich muss euch was sagen: Es klappt.

Gestern hat sich nämlich Lordy auf die große Reise zu mir begeben. Ich holte ihn vormittags gegen 10 Uhr vom Bahnhof ab und nach anfänglichem Schnupper-Talk waren wir auch schon in unserem Element: Reden. Der Tag war eigentlich geplant, allerdings machte uns irgendwas ein Strich durch die Rechnung. Ich weiß nicht genau, aber es könnten auch wir gewesen sein, weil wir uns von diversen alten, sowie neuen Wrestling-Videos und -Folgen nicht losreißen konnten. So gestaltete sich dann auch der Anfang des gemeinsamen Tages, was für manche vielleicht langweilig sein mag, allerdings haben wir uns das nicht nur stupide reingezogen, wir diskutierten, schwärmten von alten Zeiten und haben großartige Dialoge geführt (Ich: „Boar, der is doch sooo scheiße!“, Er: „Mein Held der Jugend..“). Zwischendurch twitterten wir natürlich auch – das bleibt ja nicht aus – und ich kam spontan auf die Idee, ein Mini-Twitter Meeting zu organisieren. Klingt jetzt natürlich total spannend und toll – aber ich habe lediglich nur Janününününü[..]nünü gefragt, ob sie am selbigen Tag vielleicht noch hier her wollte, und siehe da, sie hatte es tatsächlich vor, sodass wir uns für abends verabredeten.

Bald war es dann auch soweit, also machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, um sie abzuholen, über gemeinsame Twitter-Ex-Follower zu lästern quatschen, und eine gemeinsame Einkaufstour zu starten. Als wir alles hintereinander hatten, entschlossen wir uns, noch eine Runde durch die Soester Innenstadt zu drehen, um Janününü wieder heile bei ihrer eigentlichen Abendbegleitung abzuliefern. (Was mir gerade einfällt: Wir hätten Fotos machen sollen, verdammt! Das nächste mal!)

Schnell mussten wir uns auf den Heimweg machen, weil es schon bald so weit war: KISS bei Wetten Dass, was natürlich aufgenommen und live geguckt werden sollte. Also zu Hause angekommen, „Record“ gedrückt, und als alles klar war, machten wir uns daran, beim Internetbestellungs-Pizza-Dienst unsere Wunschpizza zusammenzustellen und dann zu warten. Warten ist eine gute Überleitung, denn das mussten wir sage und schreibe 1,5 Stunden. Für 2 Pizzen. Es ist unglaublich. Nebenbei twitterte ich noch, dass weder Pizza noch KISS hier sei, und einige meiner Follower machten Scherze, dass die Pizza sicherlich dann käme, wenn die 4 geschminkten Jungs die Bühne beträten. Pah! Aber… Wie es der Zufall so wollte, gerade als KISS mit „I was made for loving you“ loslegte, klingelte es an der Tür, und ich rannte Schimpfwörter-brüllend zur Tür, tappste von einem Fuß auf den anderen herum, weil ich doch wenigstens noch etwas vom Auftritt sehen wollte, allerdings ließ sich der Pizzamensch so viel Zeit, um die paar Treppen hochzukommen, dass ich nur noch das Abschlussklatschen mitbekam, als ich mit den beiden Pizzen das Zimmer betrat. Toll. Leider schmeckten die Pizzen noch, sodass man denen noch nichtmal böse sein konnte…

Nach einer halben Pizza, extrem gesättigt, machten wir uns also wieder ans fernsehen, danach an Chatroulette und natürlich gab es noch eine Mini-Skype Runde mit Puschihäschen, was absolut sein musste, immer hin kannten wir uns alle aus Twitter und es gab viel zu reden. Allerdings machte sich der volle Bauch, wie auch der Alkohol das Trinken bemerkbar, sodass wir uns verabschiedeten, Lordy sein Schlafgemach a.k.a. Ausklappsofa fertig machte, und ich mich ins Bett geworfen habe. Noch eine Runde ferngesehen, nebenbei gequatscht, bis ich dann sagte „Ey, es is schon 5 Uhr, solangsam wäre schlafen ganz cool…“

Sonntagmorgens, gegen 10-10:30 ungefähr, wachte ich auf, während Monsieur schon auf den Beinen war. Natürlich gingen die Aktivitäten wieder Richtung Twitter, es wurde der Rest der Pizza verschnabuliert (kalte Pizza, yeah!) und dank des immer schlechter werdendens Wetter bot sich der Fernseher zur Unterhaltung an. Kurz bevor er dann wieder zum Bahnhof musste, haben wir ein spontanes Fotoshooting eingelegt, man will ja Beweise haben 😉 Und dann war es auch schon so weit, dass wir uns auf den Weg zum Bahnhof  machen mussten.

Auf dem Weg zum Bahnhof merkten wir schon das Orkantief, es windete kräftig, sodass es uns anfänglich nicht wunderte, Feuerwehr zu hören, denn Sturmschäden sind ja überall. Allerdings kam ein kleines „Hä?“ in unseren Köpfen auf, als der Bahnhof plötzlich abgesperrt war. Grund allerdings dafür war vermutlich das Gerüst, was unseren tollen Bahnhof ziert, da er gerade umgebaut wird, und das wahrscheinlich auf die Windgeschwindigkeiten nicht ausgelegt war. Zum Gleis kamen wir trotzdem, es gibt ja viele Wege nach Rom 😉 Gegen 10 vor 4 Nachmittags stieg Lordy dann in seinen Zug ein und ich machte mich mit meinem Handy und Twitter bewaffnet, gegen den mittlerweile extremen Wind kämpfend, auf den Rückweg.

Zu Hause dann hörte ich von einigen Bahngleissperrungen und ich hatte schon im Gefühl, dass nicht alles glattlaufen konnte. Kurz darauf bekam ich auch schon die Nachricht von ihm, dass genau seine Züge betroffen waren, sodass ich hier immer voll informiert war, wenn er Infos brauchte. Wie die Rückreise aber ablief, könnt ihr drüben bei ihm lesen 😉

Als Fazit ist zu sagen, dass Lordy wirklich ein netter Zeitgenosse ist, mit dem man gut und gerne mal 19 Stunden durchquatschen kann (ernsthaft!) und es spricht sicher nichts gegen ein weiteres Treffen, wo wir dann mal die Wrestling Theorie in die Halb-Praxis umsetzen können, und zwar in Form von Smackdown vs. Raw zocken. Ich jedenfalls freue mich schon darauf, ihm zu zeigen, dass ich mehr drauf habe, als nur das Wrestling-Wissen 😉

Im Übrigen, das sei hier mal gesagt, ist dieser Blogeintrag ein Experiment. Im Großen und ganzen haben wir noch nicht über das Treffen an sich geredet, sondern uns dazu entschlossen, im jeweils eigenen Blog darüber zu schreiben, gleichzeitig die Beitrage zu veröffentlichen und dann zu lesen, wie der jeweils andere alles erlebt hat. Wer also interessiert ist, wie er das alles aus seiner Sicht erlebt hat, klicke einfach auf den obigen Hyperlink.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Twitter.

4 Kommentare zu “Twitterer im realen Leben

  1. Lordy sagt:

    Ha… Experiment gelungen. Aber wenn du mich jetzt nicht gemocht hättest, dann wäre das schon komisch gewesen… dann hätte ich mich gefragt, wie du es dann mit mir hättest aushalten können xD. Bin ja schon anstrengend durch das ständige Gebrabbel.

    Achja… was KISS angeht werde ich nun auch mal nach Alben etc. schauen… angesteckt… zwar nicht so stark, dass ich zu einer zweiten Tabea werde, aber auf jeden Fall interessiert. Danke ;).

    Und Wiederholungen und so… müssen sein xD.

  2. Tabea sagt:

    [Twittermodus] Muahahaha, ich habe es mal wieder geschafft #KISS Rawr! :3 [/twittermodus]
    Aber ich finds auch cool, dass es sich so überschnitten hat 😀

  3. Und die Pizza kam wirklich genau zum Kiss-Auftritt? Ich habe es dir ja vorausgetwittert!

    Zum Thema Bahn fällt mir nur ein Witz ein: Anruf bei der Polizei:“Da liegt ein Gleis auf den Schienen.“ – „Das ist auch gut so, da gehört es auch hin!“ -„Armes altes Mann“ 😉

  4. Tabea sagt:

    @Heiko: ja, besser hätte es echt nicht laufen können.. xD Aber Gott sei Dank hab ich’s ja aufgenommen 😉 Trotzdem war ich echt stinkig auf den Pizzamenschen 😉

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