Jugendliche im Web 2.0

Ja, aus diversen Anlässen beschäftige ich mich mal mit einem Thema, worüber man viel diskutieren kann. Ausnahmsweise mal. Denn heute ist mir etwas aufgefallen, was erst witzig begann, aber schnell in Schrecken endete. Ich werde mich hier speziell auf eine Art des Internets spezialisieren – nämlich dem Web 2.0 wo auch Twitter, Schueler/MeinVZ, Facebook und sonstige Sachen zuzählen.

Ich finde es ja immer wieder nett, neue Leute kennen zulernen, und dank des Internets ist dies nun viel einfacher. Vor- und Nachteile kennt jeder, der sich mal darauf eingelassen hat. Auch ich habe im jüngsten Alter angefangen zu chatten, meine eigene Homepage zu bauen, nur da lief das alles nur darauf hinaus, endlich mal jemanden kennen zulernen, der ähnliche Hobbies wie ich teilt – bei mir war es KISS. Jemanden in auch nur annähernd meinem Alter zu finden, der die Jungs auch so toll findet, ist im realen Leben so gut wie unmöglich.

Wenn das aber mittlerweile so ausartet, so wie es momentan bei den Jugendlichen, ja, fast noch Kindern tut, dann ist es eher traurig und schockierend. Im Zuge der ganzen Webportale geht man das Risiko ein, viel von sich preiszugeben, in einer Welt, wo jeder alles lesen kann, was er will. Man schreibt seine Hobbies in ein Profil, Dinge die er mag, nicht mag, aber auch seinen Wohnort, seinen Namen, seine E-Mail Adresse. Man lässt sich mitreißen, will nicht mit leerem Profil dastehen. Oft finden sich viele Fotos in solchen Profilen, die meisten mit guter Sicht auf das Gesicht, so wie auch oft mit Umgebung des Wohnorts. Dass das alles gefährlich sein kann, vor allem für jüngere Jugendliche, das alles wird ignoriert.

Aber nicht nur da lauern Gefahren. Auch bei Twitter, dem neuerdings eingeführtem Buschfunk von SchulerVZ, lässt sich ganz leicht nachvollziehen, was der/diejenige gerade macht. Nicht, dass ich mir falsch versteht, ich bin leidenschaftliche Twitterin, aber teilweise denke ich mir: „Wieso schreibt man gerade das?!“ Wieso schreiben 13-14 jährige, dass sie gerade alleine zu Hause sind, vor allem noch, wie lange? Anhand ihres Profils kann man ausmachen, wo diese Person wohnt, es wäre ein leichtes Spiel, alles andere ausfindig zu machen. Bedenkt man das? Nein.

Es ist auch immer eine Sache, wie man sich im Internet, besonders im Web 2.0 gibt. Redet man nur von allgemeinen Themen, sagt ab und an seine Meinung sollte es eher weniger Probleme geben, aber andauernd zweideutige Andeutungen zu machen fördert nicht gerade die Sicherheit unserer Jugend.

Ich weiß auch, dass ich ebenfalls im Internet viel von mir preisgebe, doch nicht umsonst ist mein Twitteraccount für Fremde gesperrt, sowie auch Profile im Schueler und MeinVZ privatisiert. Und das, obwohl ich „schon“ 19 Jahre alt bin.

Eine Möglichkeit wäre es, diverse Portale erst mit Altersbeschränkung freizugeben, allerdings gilt auch hier wieder: Wenn ein Jugendlicher was will, dann bekommt er es auch. Genauso ist es ja bei Alkohol und Zigaretten. Ich weiß wovon ich rede.

Was denkt ihr dazu? Habt ihr schon Erfahrungen gemacht, auch ähnliches beobachten können?

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3 Kommentare zu “Jugendliche im Web 2.0

  1. […] meinem Artikel Jugendliche im Web 2.0 gibt es eine sehr gute Kurzgeschichte zu lesen, herausgegeben von der […]

  2. Fee sagt:

    AMEN!
    Liebste Tabea, wie recht du doch hast…
    ich glaube aber auch, das wir in einer anderen „Internet-Generation“ aufgewachsen sind…
    fuer uns war das neu..wenn ich mich dran erinnern, vor 10 jahren (also im zarten alter von 10 jahren 😀 )bekamen wir AOL! da durfte ich 2x in der woche eine halbe stunde an den PC meiner mama.
    gut, mit 14 bekam ich selber pc und internet. dennnnoch war das fuer uns ganz neu und toll und alles… und man paste noch auf.

    die jetztigen 13-15jaherigen sind also mit dem internet aufgewachsen, fuer die ist das nix neues, die durtfen schon mit 4 am PC rumspielen (ja ich auch, aber nur um in PAINT fuer Windows 95 Bilder zu malen 😀 )

    ich hoffe du weisst was ich damit sagen will..
    Mein Kind -das verspreche ich- wird nicht so mit dem internet aufwachsen und ich hoffe, das ich einen so tollen draht zu ihm haben werde, das es mir erzeahlt, was es so im internet macht.

    ach und was ich auch gaanz schlimm finde ist, wenn irgendwelche 14jaehrigen so halbe nackt bilder von sich reinstellen…

    • Tabea sagt:

      @Fee: Danke für deinen Kommentar 🙂 Schön, dass noch weitere Menschen meiner Meinung sind 😉
      Ich sehe es auch ähnlich wie du, als wir aufgewachsen sind, war Internet komplett neu. Ich weiß noch, wie ich mir komplette Internetseiten ausgedruckt habe und sogar fasziniert von der Werbung war 😀 Da war das damals zwar schon mit den bösen Chattern, aber da wusste man, dass man nicht alles preis geben darf. Heutzutage ist das Internet so ins normale Leben integriert, dass die Jugendlichen heute kaum noch Abstriche machen können, aber dass das Gefahren birgt, merken sie nicht. Ich hab meinen Eltern auch nicht alles erzählt, was ich im Internet mache, das liegt aber ganz am Alter, finde ich, aber ich wusste für meinen Teil wo der Spaß aufhört. Das mit den aufreizenden Bildern habe ich auch schon gemerkt, vor allem bei SchuelerVZ sieht man das oft, dass 13jährige Bilder von sich ins Fotoalbum packen, wo sie sich lassziv vor dem Spiegel räkeln. Unfassbar, meiner Meinung nach.

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