Dinge, über die ich mir Gedanken mache

Das gehört schon fast in den Artikel „Tick, Macke, whatever...“, aber ich lasse mich mal von meinem Gedankenstrom treiben. So wie es auch oft passiert.

Manchmal mache ich mir über, für mich eigentlich ganz unscheinbare, eher unwichtigere Sachen Gedanken, überlege hin und her und versuche für mich persönlich eine Lösung zu erkennen, selbst aus meinen Überlegungen zu lernen.

Was das für Gedanken sind? Nun, ich versuche mal ein paar Beispiele zu geben.

  • Wenn ich die Treppen heraufgehe, um zu meiner Wohnung zu gelangen, ist es mir jedesmal auf’s Neue ein Rätsel, wie diese Treppensegmente, so nenne ich sie einfach mal, halten. Ich meine, die sind nur an der Seite „festgemacht“, haben sowohl unterhalb, als auch oberhalb keinen Halt. In mehrstöckigen Häusern als dem unseren (3. Stockwerke) ist mir das alles noch suspekter.
  • Wie kann es sein, dass immer und immer wieder neue Lieder geschrieben werden? Natürlich, hier und da wird was von älteren, bereits bekannten Liedern abgekupfert, aber mal im Ernst: Ich wäre glaube ich viel zu pessimistisch um mir ein Lied auszudenken, weil ich immer wieder den Gedanken im Kopf hätte, dass es das bereits schonmal irgendwo auf der Welt gibt.
  • Ich weiß, folgende Gedanken sind eher naiver Natur, wie auch der Treppen-Gedanke, denn so ziemlich alles kann man sich selbst erklären, wenn man nur ein Funken naturwissenschaftlich begabt ist, und das bin ich eher weniger (okay, in Bio vielleicht ein bisschen…). Nun, ich frage mich auch,  wie alleine ich es schon schaffe, den ganzen Unterrichtsstoff, sowie vom Privatleben gelernten Dinge zu merken und auch tatsächlich über Jahre hinweg zu behalten. Dass ich nicht KISS-Songtexte mit Inhalten aus dem Englischunterricht durcheinander werfe, sowie mir so viele Namen zu merken, und zu mindestens einer Person aus meinem Gedächtnis noch eine Geschichte zu erzählen. Und wenn ich bedenke, wie viel ich noch lernen werde im weiteren Leben. Herrje. Dass der Kopf nicht irgendwann tatsächlich platzt, wie man es manchmal tatsächlich zu glauben mag, ist ein Wunder.
  • Ähnlich wie mit den oben angesprochenen Liedern geht es mir auch bei Büchern. Diese vielfältigen Geschichten, Theorien und Darstellungen kommen aus so vielen Köpfen der Welt, dass diese sich doch irgendwie mehrfach überschneiden müssten. Tun sie aber eher selten, sodass mir das auch wieder ein Rätsel ist.

So sehr mich diese Gedanken auch in Fragezeichen treiben, so sehr finde ich es unglaublich, wie großartig es ist. Man siehe nur das Beispiel mit den Liedern und Büchern. Ist es nicht fantastisch, dass so viele Menschen auf der Welt über so eine riesige Kreativität und Fantasie verfügen?
Das mag jetzt nach „Klein Tabea entdeckt die Welt“ klingen (auch schöner Titel), allerdings möchte ich hiermit darstellen, wie normal und simpel es ist, das selbstständige Lernen herauszufordern. Ich habe mich schon oft dabei ertappt, wie ich Stunden vor Wikipedia sitze und alles mögliche, wichtigse aber auch unwichtiges, anlese und dann mit meinem Wissen im Alltag protzen kann.  Warum es so nicht immer im Schul- bzw. Studienalltag funktioniert liegt wohl am fehlenden Interesse oder am Zwang, oft auch an beidem. Und hier geht aber auch gleichzeitig ein Lob an die (meist jüngeren, neueren) Lehrer, die sich Nachmittage um die Ohren hauen, um den Unterrichtsinhalt der nächsten Stunde möglichst interessant und einzigartig rüberkommen zu lassen. Neue Methoden werden ausprobiert, und auch Lehrer arbeiten meist an der persönlichen Präsentation, denn mal ehrlich: Wenn ein für mich vollkommen uninteressanter, normaler Mensch vor mir steht und diverse chemischen Formel runterleiert, bleibt kaum was hängen. Aber wenn meine Geschichtslehrerin, die total sympatisch rüberkommt, sich auch mal auf ein 3-4 Minuten Plausch mit den Schülern einlässt, etwas erzählt und bestenfalls noch eine andere Methode als die des Runterleierns wählt, ist es doch im Endeffekt produktiver.

Da ich, wie so oft, wieder abschweife mit meinem eigentlichen Thema, nämlich dem des selbstständigen Lernens, werde ich an dieser Stelle wohl diesen Artikel beenden, ehe noch weitere zweihundertdreiundvierzig Themen dazustoßen. 😉

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