Krankenbericht Nr.2

Okay, okay, hier ist es sehr ruhig. Aber ihr wisst ja, was los ist 😉

Da ich jetzt (hoffentlich!!) über’n Berg bin, möchte ich euch noch ein vorletztes mal (das letzte mal ist dann die tolle Nachricht, dass alles wieder okay ist, hoffe ich…) über meinen wundertollen Krankheitsverlauf berichten.

Liebe Leute, ich muss euch sagen: Erst im Zuge der Wundheilung habe ich das Wort „Schmerzen“ richtig zu verstehen gewusst. Klar, man hat öfter’s mal Schmerzen, aber das, was ich da hatte… Oar. Nicht schön, überhaupt nicht schön.

Mein „Aua, aua, aua“ Beitrag habe ich geschrieben, als ich aus dem Krankenhaus kam. Da ging’s mir auch relativ gut. Allerdings wurd’s danach immer schlimmer. Das andauernde Tamponadenwechseln hat Spuren hinterlassen, vor allem auch die Tamponade selber, da diese ja immer wieder in die Wunde gedrückt auch – auch bis auf den Knochen. Jede einzelne Bewegung tat weh, ich hab geheult vor Schmerzen und konnte kaum essen, da mir wegen der Schmerzen tierisch schlecht war. Kein Schmerzmittel schlug mehr an, sodass ich von einer Krankenhausambulanz zur nächsten geschickt worden bin, und mir, natürlich, jeder Arzt was anderes erzählte. Einer sagte Sonntags „Uiuiui, sieht gar nicht gut aus. Da werden Sie noch ein paar längere Wochen Spaß mit haben“… Montags dann ein anderer Arzt „Ach, das granuliert super. Freitag sind Sie durch mit den Tamponaden.“ Teilweise dachte man sich nur, wo ist diese verdammte versteckte Kamera?

Ehrlich gesagt, diese eine Woche voller Schmerzen war das Schlimmste, was mir passiert ist. Und das sag ich nicht einfach so. Die Schmerzen kamen ja nicht von irgendwo her, das Loch war offen, ist es ja immernoch, aber durch verschiedenste Bewegungen zog sich alles rund herum um Knochen zusammen, sodass es immer wieder in eklig fiesen Krämpfen ausartete, wo ich mich wirklich 2-3 Sekunden gar nicht bewegen konnte und nur noch Sternchen hab sehen können. Deprimierend ist es allemal, wenn, wie schon beschrieben, kein Schmerzmittel mehr anschlägt. Also, wer diese Schmerzen durchgemacht hat, weiß, dass alles andere erstmal zweitrangig ist, egal, was.

Als dann mein Chirurg eine Woche später wieder frisch aus seinem Urlaub wieder da war, entfernte er mir die Tamponade und sagte, da bräuchte auch keine neue mehr rein. Klar, klang das unlogisch und absolut unrealistisch für mich, aber dieser Mensch hatte etwas an sich, dass man ihm vertraute und ihm glaubte. Also, jetzt bin ich heute 2 Wochen Tamponadenfrei und ich muss sagen: Mir geht es bedeutend besser. Natürlich habe ich noch Schmerzen, aber im Gegensatz zu denen von vor 2 Wochen ist es nur noch „aua“ und „Wehwechen“.

Was momentan so abläuft? 3 Mal am Tag die Wunde ausduschen und neue Kompresse drauf. Das sind momentan die Sachen, die mich so auf Trab halten 😉 Das Sitzen klappt auch besser als vorher – allerdings normales Sitzen ist es nicht 😉 Seitliches Verkrampftes Liegen trifft es eher – und länger als 20 Minuten steh ich das auch nicht durch.

Ich merke von Tag zu Tag, dass es immer besser geht und freue mich schon auf den Tag, an dem ich wieder richtig Sitzen und Liegen kann. Was für ein Luxus 😉

Advertisements

6 Kommentare zu “Krankenbericht Nr.2

  1. Nadinechen sagt:

    ohh das hört sich echt nicht gut an. Ich kann aber nachvollziehen wie es dir ergeht – nicht schmerztechnisch aber meine Mum hatte vor Jahren einen offenen Bauch (Gebärmutterentfernung) und es dauerte ein halbes Jahr bis diese Wunde endlich geschlossen war! Dieses ständige spülen und nicht liegen können war für sie eine Qual!

    Ich drücke dir die Daumen, dass du es ganz schnell überstehst!! Auch wenn es dir nicht hilft: Es wird schon wieder! 😉

  2. Zaubi sagt:

    Na, geht doch!!! Aber irgendwie hab ich das Gefühl, muss das bei mir ein sehr guter Wundverlauf gewesen sein damals. Ich kann mich nach der OP nicht an einen Tag mit Schmerzen erinnern, ausser beim Tamponadenwechseln selbst und das war glaube ich nach einer Woche erledigt

  3. Tabea sagt:

    @Nadienchen: Ich kann es echt nachvollziehen, und das mit deiner Mutter hört sich echt nicht wundertoll an :/ Ich hoffe, dass sie’s halbwegs gut überstanden hat 🙂 Danke für’s Daumendrücken 🙂

    @Zaubi: Bei dir ist es allerdings sehr,sehr gut verlaufen. Das sagten auch die Ärzte zu mir, dass das echt eine Menge Glück war. Wie’s bei mir lief, war fast normal, allerdings sagten die Ärzte auch, dass es nicht normal sei, dass ich so starke Schmerzen hatte. Aber mittlerweile geht’s einigermaßen 🙂 Tamponadenwechsel hatte ich nach 2 Wochen hinter mir, aber das Wechseln war im Gegensatz zu meinen Krämpfen echt Kindergarten.

  4. MorAntscha sagt:

    Na dann ist es bisher ja schonmal wesentlich besser geworden.
    Möchte ich mir garnicht weiter vortellen da finde ich meinen Enddarmriss ja pillepalle. Waaaaa..

    Denke das ist auch eine richtige Wohltat wenn man wieder sitzen kann oder?

  5. […] operiert trotzdem schmerzen – Lieber Googlenutzer, ich kann dich ganz dringend auf meinen Artikel Krankenbericht Nr. 2 verweisen, da beschreibe ich, dass es nach der OP erst richtig losgegangen ist mit den Schmerzen […]

  6. […] abszess – Ist sehr autsch. Richtig autsch. Krankenbericht von mir hier zu […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s