Aua, aua, aua!

Mann, was war das für eine Woche.

Alles fing am Montag an, wo ich morgens mit starken Schmerzen am Steißbein aufgewacht bin. Konnte mich kaum bewegen, so weh tat es. Also beim Arzt angerufen, Termin klargemacht, wenig später hingeeiert. Nach 45 Minuten warten (im Sitzen! Autsch!) war die Behandlung nicht so umfangreich, wie ich gedacht habe. Zögerlich mit einem Hämmerchen rumgeklopft, Schmerzmittel verschrieben und nur für Montag krank geschrieben.

Dienstag dann also nochmal zum Arzt hin, da ich trotz der Schmerzmittel extreme Schmerzen hatte. Ich wurde schon fast angepampt, dass ich wieder da saß, trotzdem konnte ich eine Krankschreibung bis Donnerstag rausholen. Außerdem wurde mir noch gesagt, dass es ja nicht sein kann, dass ich jetzt 4 Wochen zu Hause sitze, wären doch „nur“ Schmerzen im Steißbein. Alles hingenommen, nach Hause geeiert.

Am Dienstagabend tat es dann so verdammt weh, dass ich mich entschlossen habe, am Mittwoch zu einem anderen Arzt zu gehen und eine zweite Meinung einzuholen, und vor allem mal bei einem Arzt zu sein, der nicht alles auf mein Übergewicht und auf’s Rauchen schiebt. Und genau das hat mir fast das Leben gerettet.

Am Mittwoch also lag ich dann da auf der Liege (das erste Mal ohne Hämmerchen)… Und habe erzählt, dass ich gegoogelt habe, und alles dafür spricht, dass ich wohl einen Abszess am Steißbein habe. Er, mein Gott sei Dank, neuer Arzt, tastete also herum und sagte dann nur „Da haben Sie aber gut recherchiert!“ und ging sofort zum Telefon, rief einen Kollegen an und ich hörte nur „Haben Sie heute noch Zeit eine 18jährige zu operieren?“ Es sprudelte aus mir raus „HEUTE?! OPERIEREN?!“…

Leider aber konnte ich kein Auto mehr bis zum Praxisschluss organisieren, sodass mir nichts anderes übrig blieb, als ins Krankenhaus zu fahren. Wurde gut in der Ambulanz aufgenommen, und mir wurde gesagt, dass ich mich am Donnerstag, den darauffolgenden Tag, auf der Station melden sollte. Der Abszess sollte in einer Operation mit Vollnarkose und allem Drum und Dran, herausgeschnitten werden. Mittwochabends, als ich noch zu Hause war, gingen mir Tausende Gedanken durch den Kopf, es war ja mein erster stationärer Aufenthalt im Krankenhaus und auch meine erste OP. Lieben Dank geht hier übrigens an Zaubi, die leider die gleiche OP hinter sich hat, aber mir dadurch genügend Mut geben konnte.

Donnerstag also um 10 Uhr morgens im Krankenhaus angekommen, Haschmich Tabletten bekommen, 2 Stunden geschlafen, immernoch keine OP. Bis um 21 Uhr abends habe ich gewartet, als ich dann in den OP Saal geschoben wurde. Ein bisschen Angst hatte ich schon, klar, aber ich wusste, dass es hinterher gut sein wird. Um 22 Uhr wurde ich wieder auf dem Flur wach und habe erstmal Taschentücher, noch und nöcher, verlangt. Nachdem ich dann im Zimmer war, habe ich noch telefoniert (mit demjenigen, mit dem ich so gut wie immer telefoniere xD) und zusammen mit meiner Zimmernachbarin „Anwälte der Toten“ geschaut. War noch ein lustiger Abend.

Freitag hat mich dann Shorty besucht, und ich war schon wieder so fit, dass ich mit ihr gemeinsam eine Rauchen konnte. Also in absolutem Langsamenmodus, versteht sich. Danach war ich aber wieder froh, dass ich liegen konnte.

Samstag war dann doch ein sehr netter Tag. Meine Schwester besuchte mich, sowie auch mein ewiger-Telefonpartner, und Shorty natürlich auch (!) und ich verbrachte verlgeichsweise bzw. in so weit, wie es möglich war, einen schönen Tag.

Sonntag war dann nur Shorty zu Besuch, aber mir ging es auch wieder halbwegs gut, wobei mir dieses ewige Tamponadewechseln echt mächtig auf den Keks geht. Das erste mal Tamponade ziehen tat sowas von höllisch weh, ich hab nur noch „Scheiße!“ gerufen. Aua bringt nichts mehr.

Nun, am Montag also war Visite vom sehr netten Stationsarzt, der mir dann sagte, ich könnte dann am selbigen Tag noch nach Hause. Vielen Dank an Shorty, die sich dazu bereit erklärt hat, Krankentransport zu spielen! :-*

Also, jetzt bin ich also zu Hause, und war heute beim Hausarzt (dem kompetenten, versteht sich) und der hat mir dann die Tamponade gewechselt, was aber so höllisch weh tat, dass ich zu Hause erstmal eine Runde schlafen musste, und eben gerade erst aufgestanden bin. Sitzen geht nun mal nicht so lange, ich muss mich nach ca. einer halben Stunde wieder hinlegen, denn sonst geht’s gar nicht.

Ich werde nun also, wie der Ambulanzarzt zu mir meinte, 4-6 Wochen noch Spaß damit haben. Jeden Tag zum Arzt bzw. Chirurgen eiern zum Tamponadenwechsel, bis dass dann alles wieder gut ist. Was freue ich mich wieder auf den Tag, bis ich wieder normal laufen kann.

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4 Kommentare zu “Aua, aua, aua!

  1. Ricarda sagt:

    Dann ein glück dass du noch die zweite Meinung eingeholt hast und es dir nun ein bisschen besser geht.

  2. doggz sagt:

    …freut mich, dass du es überstanden hast 🙂

    ich kann ein lied von dem mist singen …. bin schon vier mal geschnitten worden – an allen möglichen stellen 😀
    mal mit, mal ohne narkose … aber immer ambulant … ist wirklich ne hässliche sahe … deswegen wünsche ich dir gute besserung! 🙂

  3. mrs. steph sagt:

    Gute Besserung! *knuffz*

  4. Tabea sagt:

    @Ricarda: Allerdings! Wenn ich auf Ärztin Nr. 1 gehört hätte, wäre ich Hopps gegangen…

    @doggz: An sich war die OP okay, aber die Nachsorge mit täglichem Tamponadenwechsel ist SOWAS von beschissen…. aber das geht auch vorbei, in ein paar Wochen…

    @Stephi: Danke 🙂 😳

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