Was bin ich fertig…

Heute war wirklich so ein Tag, wo man ein dickes rotes Kreuz im Kalender machen möchte, weil er endlich vorbei ist.

Heute Morgen also fing es schon an mit Zeugnisse raussuchen, alles einzupacken und dann in die Stadt zu gehen. Passfotos machen (Zitat vom Fotografen:”Mach mal die Haare weg, sonst sieht das wirklich zu heftig aus.”) , Zeugnisse kopieren und wieder nach Hause. Zu Hause dann habe ich mir noch das Chili von gestern warm gemacht, nebenbei Baguette gefuttert, als Mau mal wieder in Ärgerlaune war und ich mich so erschrocken habe, als sie an mein Bein sprang, dass das ganze Chili auf dem Teppichboden gelandet ist.

Später dann also zu meiner neuen Schule gegangen, die ich ab Sommer besuche. Es standen die Anmeldungen bevor, deswegen auch die Passfotos und die Kopien. Angekommen war ich fix und fertig, war meine alte Schule doch nur 2 Minuten entfernt, jetzt habe ich ab Sommer einen Schulweg von 35 Minuten…

Zu Hause habe ich dann gemerkt, dass meine Füße extrem weh taten und ich entschloss mich, demnächst mal Einlagen für meine Stiefel zu kaufen, so wie es momentan ist, geht das nicht lange gut.
Leider habe ich vergessen, dass ich noch diverse Sachen zum Futtern brauche, also nochmal Stiefel angezogen und zum Supermarkt nebenan gegangen.

Der Supermarkt aber baut gerade um, stellt die Kassen an dubiose Stellen, die absolut unpraktisch sind und räumt erstmal den halben Markt um. Wie froh ich doch war, dass ich im Vorfeld einen Einkaufszettel geschrieben habe, denn die Sucherei der Lebensmittel stellte sich als großes Abenteuer heraus.

An der Kasse dann angekommen das nächste Übel: Vor allen 3 besetzen Kassen reihten sich die Schlangen, man hörte schon Gemurre aus diversen Mündern, aber ich dachte mir “Es kommt nicht mehr schlimmer.” Denkste! Durch den Umbau wurden wohl allerhand Kabel entweder falsch oder gar nicht eingesteckt, sodass es zu mehreren Technikpannen kam. In diesem Moment habe ich mir wirklich mein Handy herbeigesehnt, was ich aber tatsächlich das allererste Mal zu Hause hab liegen lassen. Unfassbar, in so einer Situation.

Als die Technik halbwegs gut lief, fiel mir der Kunde vor mir auf. Er machte einen extrem unsicheren Eindruck, war eigentlich das Ebenbild eines “Strebers”, der dem Lehrer mit Vorliebe die Tasche hinterher trägt. Ich bemerkte also, dass er zwei Packungen Knabbersachen auf das Warenband stellte. So weit, so gut. Allerdings klirrten in seiner Stofftasche noch Bierflaschen. Ich wurde aufmerksam. “Nun gut, kann ja sein, dass er die vorher irgendwo gekauft hatte…”, dachte ich mir. Sonderbar wurde es nur dann, als er bemerkte, dass ihn auch weitere Kunden von der Nebenschlange anschauten, sodass er sich selber dazu überreden musste, 2 Flaschen auf das Band zu legen. So sah es jedenfalls aus. Es befanden sich noch 6 weitere Flaschen in seiner Tasche, aber ich dachte, dass er das vielleicht an der Kasse sagen würde. Ich legte also auch meine Waren auf das Band und wartete geduldig, immernoch in Gedanken bei meinem vergessenen Handy.

Der Junge vor mir also kam dann aber auf die Idee, die Flaschen wieder in seine Tasche zu packen und drehte sich danach zu mir um. Ich schaute ihn ziemlich verdutzt an. Was sollte denn das? Aber ich war still, dachte mir nur meinen Teil. Kurz bevor er dann dran war, legte er eine Flasche wieder auf das Band, die anderen 7 verblieben in der Tasche. Die Kassiererin blickte ihn ebenso perplex an, wie ich auch. Sie fragte ihn dann, ob er noch mehr hätte. Zögernd bejahte er die Frage und legte die Flaschen samt Tasche auf das Band. Aber nur kurz bevor die nette Dame die alkoholischen Getränke über den Scanner ziehen wollte, fragte sie ihn “Kann ich mal Ihren Ausweis sehen?” Ich merkte, wie er in Schweiß ausbrach, seine Hand zitterte und auch seine Stimme. “Ähm, äh, also, naja…” Fragend zog die Kassiererin die Augenbraue hoch. “Also?”, fragte sie noch einmal. “Den habe ich gerade nicht dabei.”, sagte er dann. Das ist also immernoch die Ausrede Nummer eins, so alt bin ich dann doch noch nicht. Natürlich gab die Kassiererin sich damit nicht zufrieden und verkaufte ihm die Flaschen nicht – richtig so.

Nach also ziemlich viel vergeudeter Zeit wollte ich mir nun zu Hause den frisch gekauften Joghurt essen, die Beine hochlegen und ein bisschen fernsehen. Nix da – auf meinem Joghurt erblickte ich weiße Flüssigkeit, ziemlich Milchähnlich. Zögerlich in meiner Einkaufstasche nachgesehen, und was sah ich? In meiner Kondensmilch war ein klitzekleines Loch zu sehen, das aber schon wusste, wie man sich als Loch zu benehmen hat – bloß alles rauslassen, was will.

So viel zum Thema “Ach, es wird ja eh nicht mehr schlimmer.”
Murphy’s Law ahoi!

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3 Kommentare zu “Was bin ich fertig…

  1. Ricarda sagt:

    Meinen schlimmen Tag hatte ich gestern. Schlecht geschlafen, totmüde, geschwollene Hand nachdem ich mich zwischen zwei kämpfende Katzen geworfen hatte und allergie im Gesicht… Hey was will man mehr.

  2. Nadinechen sagt:

    dann kann der Abend doch nur noch besser werden, oder?

    Was für ein Tag – mach nen Haken dran und genieße den Abend! 🙄

  3. Tabea sagt:

    @Ricarda: Hm, wie wäre es noch mit kaputten Küchengeräten?
    @Nadienchen: Das habe ich auch gestern gemacht 🙂 Schön vor den Fernseher gesetzt und entspannt. Gibt nichts besseres. 🙂

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