Katze vor laufender Kamera gequält!

Als ich das gelesen habe, stellten sich mir schon die Nackenhaare hoch. Nicht nur, dass man ein Tier quälen muss, auch muss man es gleich aufnehmen, oder wie?

Die Tat ereignete sich in den USA, wo ein vermummter Junge, der sich Timmy nennt, spricht in die Kamera: “Unser heutiges Thema ist Tierquälerei.” Seiner Erzählungen erinnern aus einem Lehrfilm. Während er redet, geht er in das Badezimmer, die Kamera folgt ihm. “Timmy” öffnet die Duschwand und man sieht eine Katze, die schon verängstigt in der Duschtasse sitzt. Timmy nimmt sie im Nacken, hält sie hoch, drückt sie gegen die Wand und schreit und brüllt sie an.

Da war der Zeitpunkt, wo ich das Video abgestellt habe. Während mich meine kleine Mau mit großen Augen beobachtete, saß ich vor dem PC und war fassungslos. Was muss im Kopf des Jungen vorgehen, damit er so etwas macht? Meiner Meinung nach gibt es dafür keine Entschuldigung.

Es mag natürlich jetzt einige Menschen geben, die sagen “Ach, eine Katze. Das ist doch nur eine Katze.” Ja, es ist eine Katze. Eine Katze, die sich nicht wehren kann, und aus Spaß unter laufendes Wasser gehalten wird, Glasreiniger in das Gesicht gesprüht bekommt und dessen Kopf auf den Boden geschlagen wird – einfach nur so, um sich interessant zu machen und sich die Langeweile zu vertreiben.

“Timmy” lädt das Video seiner sinnlosen Gewalt auf YouTube, wo es über 30.000 Klicks bekommt, bis es endlich gelöscht wird. Die gute Nachricht ist aber, dass es Gott sei Dank noch Tierschützer gibt, oder wenigstens Menschen mit einem Herz für Tiere. Diese machen sich die Mühe und suchen im Internet solange nach dem vermummten Jungen, bis sie schließlich seine Adresse, den wirklichen Namen, Fotos und auch die Telefonnummer ausfindig machen.

Die Katze, “Dusty” ihr Name, ist momentan beim Tierarzt und bleibt dort, bis die Ermittlungen gegen Kenny G., so heißt “Timmy” wirklich, laufen. Allerdings steht dort kein Wort von “neuer Besitzer” oder “neu vermittelt”. Leider.

Im Übrigen kann man sich in der Quelle auch das Video ansehen, aber ich warne euch vor: Selbst ich konnte es mir nicht anschauen, und das, obwohl ich einiges gewohnt bin. Dort könnt ich auch noch alles nachlesen.

Der Sheriff des Countys hat die Staatsanwaltschaft beauftragt, dass sie den Fall der Tierquälerei prüfen. Ich weiß nicht, wie die Gesetze in Amerika sind, vor allem sind die ja je nach Bundesstaat verschieden, aber ich vermute, dass das nicht große Konsequenzen haben wird. Es war eben kein kleines Kind, was gequält wurde, sondern nur eine Katze.

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7 Kommentare zu “Katze vor laufender Kamera gequält!

  1. Ricarda sagt:

    In den USA sind die Tierschutzgesetze sehr heftig und werden auch konsequent durchgesetzt. Da kommt man für solche Vergehen auch in den Knast. Und wenn man solche Beweise wie dieses Video hat, wird das sicher ne eindeutige und schnelle Sache sein.

  2. Melly sagt:

    Unfassbar!!! Da fehlen mir echt die Worte 😦 ! Ich will gar nicht das Video sehen, da werd ich nur 👿 👿 . Aber so weit braucht man gar nicht zu gehen, so was passiert hier leider auch in Deutschland tagtäglich. Habt ihr das mit der Katze im Backofen nicht mitbekommen?
    „Eine Katze, die von einem 22-Jährigen in Kaufbeuren in einen heißen Backofen gesteckt wurde, hat mit schweren Verbrennungen überlebt. Wie die Polizei in Kempten mitteilte, war das Tier bereits im Januar von dem Mann in den Ofen gesetzt worden.
    Eine Nachbarin der Katzenbesitzerin hatte die Beamten auf den Fall hingewiesen. Ihr war aufgefallen, dass der Kater einen verschreckten Eindruck machte und schwere Brandverletzungen an Pfoten und Hinterläufen hatte.
    Die Ermittlungen ergaben, dass der 39-jährige Mitbewohner der Katzenbesitzerin eine Pizza zubereiten wollte und den Backofen zum Vorheizen einschaltete. Daraufhin ging er aus der Wohnung und ließ seinen Besuch, einen 22-Jährigen, alleine zurück. Als der ältere Mann kurze Zeit später zurückkehrte, entdeckte er das Tier im Ofen. Nach Polizeiangaben wurde der 22-Jährige wegen Tierquälerei angezeigt.“ Quelle T-online

  3. Kathrin sagt:

    Das Video wollte ich mir nun nicht anschauen, mir hat es ehrlich gesagt schon gelangt was du geschrieben hast. Ich kann diese Leute auch nicht verstehen, was sich davon haben wenn sie ein Tier quälen. Wenn ich sowas sehe bzw. lese zerreist es einen das Herz 😥

    Mit solchen Bestien, anders kann ich sie nicht nennen, sollte man genau das allerselbe machen.

  4. Ricarda sagt:

    Mittlerweile sind auch zwei weitere Videos aufgetaucht, wo er noch zwei Katzen gequält hat.

  5. tabea sagt:

    @Ricarda: Ich hoffe, dass die Strafen dann wirklich in angemessener Höhe ausgesprochen werden, hier in Deutschland würde nichts passieren, außer vielleicht ein Medienaufsehen. Wo hast du die anderen zwei Videos gefunden?
    @Melly: Ja, davon habe ich auch gehört. Ich frage mich, wieso man soetwas macht, das ist doch kein gesunder Menschenverstand, der da handelt.
    @Kathrin: Meine Meinung, genau. Manchmal wünschte ich, natürlich nur in Ausnahmefällen, das Selbstjustiz erlaubt wäre. Aber ich hoffe, er wird seine gerechte Strafe bekommen. Ich habe das Video auch nicht angeschaut, nur bis zu der einen Stelle. Als „Dusty“ anfing kläglich zu weinen, musste ich sofort abstellen, hab einen richtigen Stich ins Herz bekommen, vor allem, weil meine Kleine noch neben mir saß und mich mit großen Augen anschaute… 😦

  6. Ricarda sagt:

    Also im Internet gibt es mehrere Seiten, die Kennys komplette Adresse + Telefonnummer veröffentlicht haben. Man kann also davon ausgehen, dass eine wahre Hetzjagd ausbrechen wird, wenn er nicht oder unzureichend bestraft wird.
    Das Problem ist. Der Junge ist erst 14.

    Schau mal hier http://kennyglennwillpay.blogspot.com/

    Die Videos sind wohl bei der Ermittlung gegen den Jungen aufgetaucht.

  7. tabea sagt:

    @Ricarda: Danke, für die Adresse. Die Seite ist wirklich gut, ich bin froh, dass so viel über ihn herausgefunden wurde. Wie du schon sagst, wenn die Strafe unzureichend ist, wird es mit Sicherheit diverse Nachbarn oder Tierschützer geben, die dafür sorgen werden, dass er die nächste Zeit nicht mehr glücklich ist. Recht so!

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