Schreck lass nach!

Ich war einem Herzinfarkt nahe.

Heute Morgen wachte ich so gegen 11 Uhr auf, habe mich gewundert, wieso die Katze nicht ankam. Also aufgestanden, ins Bad gegangen, danach Kaffee aufgesetzt…. Immernoch keine Spur von Mau. Solangsam machte ich mir Gedanken. Also lief ich durch die Wohnung, rief sie. Keine Antwort, keine Mau zu sehen. Ich verfiel in Panik. Hatte mein Vater tatsächlich heute Morgen nicht darauf geachtet, dass sie nicht mitrausläuft? Immerhin ist die kleine gerade rollig, der Kastrationstermin steht schon, wer weiß, worauf sie alles kommt.

Nachdem ich sie immernoch nicht gefunden hatte, auch nicht nach der Rappelei mit dem Trockenfutter, wo sie eigentlich immer sofort angerannt kommt, machte ich mir wirklich Sorgen und rief meine Mutter an. „Was soll ich machen? Die Katze ist weg!“ Mit ihr zusammen am Telefon ging ich nochmal durch die Wohnung, suchte alles ab, Wohnzimmer, Bad, Küche, mein Zimmer, nichts. Schnell zog ich meine Stiefel an, ging runter ins Treppenhaus und traf dort eine Nachbarin. Sofort fragte ich sie, ob sie die Katze gesehen hätte. Sie wüsste nur, dass sie gestern tierisch miaut hätte. Naja, ist klar, die Kleine ist rollig. Also dann wieder nach oben gegangen, Trockenfutterpaket geholt, runtergelaufen (natürlich immernoch mit dem Telefon am Ohr), auf die Straße gegangen (verdammt, wie ich ausgesehen haben muss, aber das war mir da sowas von egal) und lief vorm Haus her, habe gepfiffen, ihren Namen gerufen, mit dem Trockenfutter gerappelt. Nichts. Gar nichts.

So einen Schock habe ich noch nie gehabt, niemals. Ich ging wieder nach oben, in Gedanken schon die Zettel „Haben Sie diese Katze gesehen“ gedruckt, meinen Vater angeschrien, ja ich habe Mau schon fast tot in der Ecke liegen sehen. Ich setzte mich an den Schreibtisch. „Ich rauch mir erstmal eine“, sagte ich zu meiner Mutter. Ich war mit den Nerven fertig. Nun hieß es planen. Wie suche ich sie, wann suche ich sie, wie mache ich das.

Bis, ja bis ich auf einmal ein leises miauen hörte. „MAU?!“, rief ich. Ich machte die Wohnungstür auf, nichts. Sah nochmal in der Wohnung nach, auch nichts. Bis dann ein zweites Miauen kam. Ganz leise, kaum hörbar. Und zwar direkt aus dem Vorratsraum, der eigentlich immer verschlossen ist. Ich machte ihn auf, und raus kam eine kleine Mau getappst. „Du  blöde Kuh sagst auch nichts, wenn ich dich rufe.“ Genau das war meine Reaktion. Ich bin total erleichtert, obwohl mir der Schock immernoch in den Knochen hängt…

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3 Kommentare zu “Schreck lass nach!

  1. mrs. steph sagt:

    Na Hauptsache sie ist wieder da! Sowas kann einen schon zu Tode erschrecken 🙂

  2. Gilly sagt:

    Hätte aber auch wirklich mal nen Ton sagen können 👿

  3. […] was für mich extrem wichtig war, wenn man auch mal bedenkt, was bei mir letzte Woche los war (klick hier). Dann bin ich einfach sicherer und werde immernoch ruhiger bleiben. Wenn sie nun entwischen […]

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