Nicht mein Tag..

Kennt ihr das? Ein Tag, wo wirklich alles schief geht, was nur schief gehen kann.
Heute aber war es anders bei mir. Schief gegangen ist irgendwie nichts, also von wirklichem Unglück oder Pech kann man nicht reden, eher von einem Erlebnis und dem darauf folgendem Schockzustand.
Wie ihr merkt, ist es heute irgendwie das erste mal, dass ich wirklich über mich schreibe, über meine Gedanken und meine Gefühle. Ich möchte zeigen, dass es in meinem Blog nicht immer glücklich und fröhlich ist, aber auch nicht übermäßig traurig od. „verstimmt“. Es soll ein gesundes Mittelmaß behalten – wie das wirkliche Leben also. Wenn ich nur schreibe, dass es mir mehrere Wochen tagein, tagaus immer gut geht, würde ich lügen und wäre unrealistisch. Nun also heute oberstes Gebot: Ehrlichkeit, so gut, wie es in der Öffentlichkeit möglich ist.
Mein Tag also. Ich habe heute eigentlich einen relativ guten Tag gehabt. Habe American History X geschaut (genialer Film!), mit Mau geclickert und mich danach fertig gemacht für’s Einkaufen. Nach dem Einkaufen wollte ich bei meiner Schwester (nicht Ricarda, meine andere *g*) vorbeischauen auf einen Kaffee. Da ich aber knapp mit der Zeit war, zog ich den Besuch vor. Also schnell auf’s Fahrrad und dann zu ihr gefahren. An der Etagentür sah ich dann den Hund von dem Freund meiner Schwester. Eigentlich ist er ein friedliches Kerlchen, ich habe ihn bereits kennengelernt, allerdings nur auf der Straße, aber er war mir wohl gesonnen und ich ihm auch. Wir mochten uns eben. Der Hund, Max sein Name, ist ungefähr kniehoch (Schulterhöhe) und gerade mal 8 Monate alt.
Ich betrat also die Wohnung, ließ den Hund an meiner Hand schnüffeln, er nahm mich an und so durfte ich ins Wohnzimmer treten. Da allerdings fing Max an zu bellen was das Zeug hält, und zwar nicht gerade leise. Ich erschrak bei jedem Bellen, bemerkte allerdings seinen wedelnden Schwanz und dachte, ach, der freut sich nur. Bis ich dann meinen MP3-Player ablegte und er füchterlich anfing mich anzuknurren. Solangsam bekam ich Angst. Der Freund meiner Schwester meinte nur, ich sollte ihn soweit es ging ignorieren und meine Jacke aufhängen und hinsetzen. Also habe ich die Jacke ausgezogen und bin den Flur runter, um an die Garderobe zu gelangen. Der Hund allerdings kam mir hinterhergelaufen und stand nun bellend und knurrend vor mir. Ich hatte keinen „Fluchtweg“ außer direkt auf ihn zu. Ich stand da wie angewurzelt und rief nur, dass jemand den Hund festhalten solle, dass ich ins Wohnzimmer kann. Nun wurde also der Hund von seinem Besitzer am Halsband gehalten und mir wurde gesagt, ich sollte mich einfach hinsetzen. Als ich mich hingesetzt habe, war’s das. Der Hund ist vollkommen ausgeflippt, hat mich angeknurrt und war drauf und dran nach meiner Hand zu schnappen. Ich bekam es absolut mit der Angst zu tun, habe gesagt, die beiden sollen den Hund festhalten, und ich würde erstmal nach unten gehen. Habe dann meine Jacke geschnappt und bin raus. Im Treppenhaus fing ich an fürchterlich loszuheulen, zitterte überall, sodass ich mich vor’s Haus auf eine Treppenstufe setzte. Es war mir sowas von egal, was die Leute um mich herum gedacht haben, ich brauchte einfach diese Art Auszeit. Meine Schwester kam mir hinterhergerannt und fragte mich, ob alles in Ordnung sei, hielt mit mir ein bisschen Small Talk, sodass ich wieder halbwegs beisammen war. Ich sagte ihr, ich würde jetzt erstmal einkaufen und sie mal anrufen.
Was dann passiert ist, was mir vollkommen suspekt. Auf dem Weg war ich mit meinem Kopf woanders. Es waren keine Paniksymptome, also kein Zittern und Heulen mehr, aber ich war geistig irgendwie völlig abwesend. Wahrscheinlich ein Schockzustand. Der hielt sehr lange an, bis nach dem Einkaufen selber. War nun klar, dass ich beim Einkaufen nicht wirklich klug eingekauft habe. So viel Unnützes Zeug habe ich selten gekauft. Wer braucht 1 kg Lakritz? Und ich habe 6 Dosen Katzenfutter geholt, Eis, Süßigkeiten und Tee, wobei ich wirklich kaum bis nie Tee trinke! Zwei verschiedene Sorten à 2 Euro habe ich nun hier rumliegen. Nach dem eigentlichen Einkauf war ich dann noch bei Fressnapf. Da kam ich, salopp gesagt, wieder zu mir. Ich erinnerte mich daran, dass meine kleine Mau morgen Geburtstag hat und kaufte ein, was ich nur tragen konnte. Mit schweren Taschen und einem Rucksack bepackt bin ich dann in Fressnapf rein, habe mir die Tiere angeschaut und wahrscheinlich irgendwie komisch gewirkt, sodass mich eine Mitarbeiterin mich ansprach mit „Alles in Ordnung?“, und zwar nicht in dem typischen „Ich möchte ihnen was verkaufen, kann ich Ihnen helfen?“-Ton. Ich antwortete nur: „Ich brauche ein Katzenzelt“. Nun also das neue Katzenzelt gekauft, noch ein Baldriankissen dazu, eine neue Spielangel aus der black&white Collection und einmal Sheba Meeresfrüchte.
Was soll ich sagen? Der Tag ist wirklich seltsam. Ich werde nun einen Tee trinken (habe ja nun genug) und mich einfach nur ausruhen. Es kann ja morgen nur besser werden!

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